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Ostern: Flucht in den Süden
  An Ostern hatten wir ein Training in Holland geplant, die Vorhersage war zwar bescheiden aber was solls. Wir also 700Km nach Holland mit Zwischenstop nahe Venlo bei meiner Tante. Einmal gut essen und dann sofort 1100Km Richtung Süden, das Training war wegen Überflutung abgesagt. Ihr könnt euch vorstellen wie ich drauf war !
Wir entschieden uns für Bellinzoga, dort waren wir an Dreikönig vor verschlossenen Türen gestanden - und haben genauso stundenlang nach dem Ort gesucht, dank der italienischen Beschilderung und unsren Sprachkentnissen in der Landssprache. Okay, Navi ist bestellt. Die Strecke war ja super, nur den Boden fand ich nicht sooo toll. Harter Sand mit einer feinen Schicht überzogen, da suchst Du vergebens nach Grip. Die Anlage ist allerdings klasse.
Am Mittwoch sind wir dann nach Fara (Novarese), eine interessante Strecke im Wald, mit Auf- und Abfahrten und zahlreichen Sprüngen. Generell nicht zu schwer, selbst mein Dad ist rum-geeiert und alles gesprungen. Allerdings war die Strecke dank Ostern total überfüllt und die starke Staubentwicklung hatte für einige Schreckmomente gesorgt.Der Boden war astreiner gelber Lehm, hart gebrannt und scharz vom Gummi - wie geteert. Auf meine Frage nach einer Dusche hat der Streckenwart sogar auf einen Raum gedeutet, mit einem Schild "Warme Dusche". Boah, ich schnell aus meinen Klamotten und Hahn aufgedreht in Erwartung meiner ersten warmen Dusche - saukalt wars, muß Schmelzwasser oder so was gewesen sein. Dann wusste ich auch, warum der Typ so blöd gegrinzt hatte, als ich ihn nach "Duscho caldo" fragte.
Nach 3 Tagen musste ich mal etwas sandigeres haben, also sind wir nach Vercelli gefahren. Angeblich 3000m, denke aber es sind weniger. Vielleich zählen die die Zufahrt mit. Hier hatte ich den größten Spaß, eine schnelle Strecke mit sandigem Boden, steilen 180° Anliegern und guten Fahrern. So konnte ich mich ab- und zu mal matchen, was den Spaßfaktor deutlich erhöht. Und zu meinem Erstaunen trafen wir Herbert und Manuel beim Fahrwerk testen, allerdings hatte ich am Sonntag nach 2 Trainingstagen meinen Ruhetag, um die Blasen meiner Hände abschwellen zu lassen. Dafür hat´s mein Dad "krachen" lassen.
Wäre gerne noch einen weiteren Tag geblieben, doch die hatten ein Rennen am Ostermontag und so fuhren wir Sonntag Abend nach Cadrezate und hatten uns dort mit Manu verabredet. Übernachten durften wir auf einem Firmenparkplatz, der zum Glück beleuchtet war. Nach einer Woche ohne Strom waren unsere Batterien im Wohnwagen und im Transporter leer, und das kleine Teelicht hatte es auch nicht ´rausgerissen. Die Anlage war genauso gut wie die Strecke, top präpariert und gewässert, mit 20 Euronen allerdings auch die teuerste Strecke - und endlich ´mal eine warme Dusche - herrlich ! Das Fahren war geil, besonders mit Manu am Hinterrad - Mann, der puscht Dich ! Gegen seine 450er musste ich voll ´drauf halten, und ein kleiner Fehler und vorbei war er und weg. Spät nachmittags haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht.
Vercelli: Anlieger vor dem Zielsprung
  180 Grad Anlieger in Vercelli
 
  In Cadrezzate
  Überhöhte Kurve in Cadrezzate
 
  Und Tschüß Italien ...